Eine Schiffstour nach Kaiserswerth:
Diese tolle Gruppe wollte es doch tatsächlich machen, nämlich das Jahresmotto „Aktiv ins neue Leben“ Wirklichkeit werden lassen. Sie ließ nicht locker und so kamen immer neue Ideen was man unternehmen könnte. Mit dem Vorschlag gemeinsam mit dem Schiff nach Kaiserswerth zu reisen, hatte Sibbi nicht gerechnet. Aber sie wollten es so. Eine solche Reise zu planen war dann doch schon eine Aufgabe. Das Datum unserer ersten großen Aktivität wurde in der Gruppe festgelegt. Es sollte Donnerstag, der 28. 08. sein. Nun begann er mit der Feinplanung, das hieß dann, die Strecke einmal abfahren um zu prüfen, ob es für uns , mit den unterschiedlichen körperlichen Behinderungen möglich sein würde. Mit der Niederflur- Straßenbahn Linie 709 ab Neuss Stadthalle/Museum bis Düsseldorf Landtag/Kniebrücke schien problemlos möglich. Dann über den Apolloplatz und am Rhein entlang bis zur Anlegestelle des Schiffes sollten auch alle schaffen können. Der Einstieg in das Schiff „Stadt Düsseldorf“ war schon etwas schwieriger, da ziemlich steil. Auch der Ausstieg in Kaiserswerth machte Sorge. Im Vertrauen auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung hakte er auch diese Hürde als machbar ab. Die Kaiserpfalz musste natürlich besucht werden, dann selbstverständlich in den Ort hinein, da musste man schon etwas Zeit einplanen. Da er unterwegs einige Bänke entdeckte, war also auch die Möglichkeit einer Pause gegeben. Bei diesem Probelauf kam er insgesamt zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen schwierig aber machbar war. Kostenplanung muss natürlich auch sein. Fahrtkosten fielen für Bahn- und Schifffahrt von 10 Euro an. Etwas Taschengeld für Verzehr unterwegs war natürlich auch einzuplanen, aber dafür sorgte jeder selbst. Eine schlaflose Nacht hatte Sibbi aber dann doch noch, denn die liebe Edith traute sich die Tour nur im Rollstuhl zu. Das musste dann gesondert geplant werden, wir wollten ja jeden der mitfahren wollte auch mitnehmen. Heidi und Alexander erklärten sich spontan bereit die Edith morgens zu Hause abzuholen und mit ihrem Auto zur Haltestelle Stadthalle zu bringen. Dort übernahm dann der Hannes das Schieben des Rollstuhles. Nach einer Stunde waren alle im Schiff und die Fahrt konnte beginnen. Das mächtige Gemäuer der Kaiserpfalz nötigte Respekt ab. In Kaiserswerth enterten wir ein nettes Lokal und in prächtiger Stimmung aßen wir in gemeinsamer Runde zu Mittag. Und wie das in so lustiger Runde dann eben ist, mussten wir uns beeilen, damit das Schiff um 16.00 Uhr nicht ohne uns ablegte. Wieder in Düsseldorf angekommen, wurde kurzerhand beschlossen diesen herrlichen Tag in der Altstadt beim UERIGE mit einem leckeren Altbier ausklingen zu lassen. Pünktlich, wie geplant um 18.00 Uhr, waren wir wieder an der Stadthalle und kurz danach war jeder wohlbehalten und glücklich wieder zu Hause.
So ging ein Erlebnistag für die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Schlaganfall- Neuss-Nord zu Ende, an den sich alle sicher noch lang erinnern werden.
Mut, Initiative, und Vertrauen in die eigene Leistung und in zurück gewonnenes Selbstvertrauen, das steht für die Selbsthilfegruppe Schlaganfall- Neuss-Nord.
Ich bin sehr stolz auf Euch
Euer Friedrich